Dienstag, 5. februar 2008

G: „Schönen guten Tag, mein Name ist Gangloet, geben Sie mir bitte ihre Kundenumm...“

Kd: * brüllt * „Ich will mit ihrem Scheißladen nix zu tun haben!“

G: * zugegebenermaßen leicht verwirrt * „Ähm...ja...kann ich ihnen irgendwie helfen?“

Man befürchtet schon eine negative Antwort.

Kd: * noch lauter * „Ich will mit ihrem Drecksverein nix zu tun haben!“

Ja, das ist inzwischen angekommen. Und mir wird’s zu bunt.

G: „Kann ich sonst noch etwas für sie tun, oder haben Sie nur angerufen, um mich anzubrüllen?“

Kd: „Nein!“

Und legt auf. Nunja, wieder jemand zufrieden. Oder so.

von Gangschlampe
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Montag, 4. februar 2008
Ich bin in diesem Blog Autor Nr. 2 .

Über mich gibt es nur wenig zu sagen: Student, 21 Jahre, notorisch schlecht gelaunt (vor allem morgens)  und meistens unerträglich zynisch  - sprich: ekelhaft. Dies jedoch aus Mangel an anderen Möglichkeiten, denn 99% dieser Welt, meiner Mitmenschen und aller sonstigen Begebenheiten und wasweißich sind grob, missgünstig und innerlich verwest, so dass einem zarten, unbehauenen Knaben meines verletzlichen Gemüts gar nichts anderes übrig bleibt, als zum Misanthrop erster Güte zu verkommen! ^^

Man macht es einem auch leicht!


Alleine heute: Schätzungsweise 200 Möglichkeiten, Galle auszukotzen! Ich wollte heute in der institutseigenen Bibliothek ein Buch entleihen;  das war anscheinend zu viel verlangt! Eine Viertelstunde (15 verdammte Minuten!) lang wartete ich auf die Bibliothekarin, die mit einer Freundin telephonierte, während ich mir erwartungsfroh die Beine in den Bauch stand. Die Aushilfe mochte ich zuerst kaum fragen, war es doch offensichtlich, dass sie um die nachtschlafende Uhrzeit von 14:30 noch halb im Delirium stecken mochte - doch nach besagten FÜNFZEHN MINUTEN begann ich keck nach Auskunft zu fragen, was mit einem stummen Umblättern des Kreuzworträtselheftes  beantwortet wurde.


Ich bekam Lust, große Brocken aus der Tischplatte herauszuBEISSEN. Als ich darauf vehement auf mein Recht zur freien Informationsbeschaffung pochte ("Entschuldigen Sie, aber ich wollte ein Buch ausleihen..."), blickten die beiden Grazien nur empört in meine Augen, um mir mit ihren fratzenhaften Schlammgesichtern  stille Flüche an den Kopf zu schleudern.


Fhtagn!


Lange Rede, kurzes Ende: Da ich eh schlechte Laune hatte (Es ist Montag. Und ich musste in der U-Bahn fahren.), nahm ich einfach das Buch und steckte es ohne Registrierung ein. Und aus Gehässigkeit noch ein anderes.  Und so weiter. Und nebenbei alle möglichen Kataloge und Flyer. Und die GESAMTE SCHEISS SÜSSIGKEITENBOX AUS DEM LESERAUM! MIT MIR LEGT SICH KEINER AN!

Wenn sich jemand für Werbebleistifte und Lehrbücher über das Steinetrommeln interessiert... Ich mach 'nen guten Preis. ^^
von ProfPumpel
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Montag, 4. februar 2008

Also, zunächst einmal zu mir.

Ich bin 21 Jahre, mache derzeit eine Ausbildung zur Kauffrau im Dialogmarketing in einem Unternehmen, was Lines für verschiedene Projekte, sowohl Inbound als auch Outbound stellt. Im Rahmen meiner Ausbildung werde ich durch alle Projekte gereicht, derzeit sitze im Customer Service eines recht großen Telekommunikationsresellers (also wenigstens nicht der Telekom).

Meine Hauptaufgabe dort besteht im Rechnungssupport – bei dem man praktischerweise den Leute auch noch neue Telefon- und DSL-Tarife anbieten kann und soll. So viel zum Verständnis.

Wie es aussieht baut der Outbound, der für ebendiesen Telekommunikationsresellers (ich liebe dieses Wort) des öfteren mal Mist und erzählt den Leuten Dinge, die so entweder außerordentlich vage bis schlichtweg falsch sind.

Somit sind ein großteil der Kunden Leute, die schonmal unter das klassische Schema fallen.

 

Schönen guten Tag, mein Name ist Gangloet, geben Sie mir bitte ihre Kundennummer“

Ich bin gar kein Kunde. (bedeutungsvolle Pause) Meine Kundennummer lautet XXX“

 

 

Kd: „Da stehen Mahngebühren auf meiner Rechnung.“

Wie schön, dass er das bemerkt hat. Möchte er eine Belohnung? Anerkennung? Aber erfrischend, dass die Kunden MIR mal etwas mitteilen. Aber man fühlt sich ja doch genötigt, irgendetwas halbwegs produktives zu sagen.

G: „Ja, das ist richtig. Ihre letzte Rechnung vom soundsovielten haben sie soundsoviele Tage zu spät bezahlt, deswegen erheben wir jetzt 2,50€ Mahngebühren.“

Kd: „Das zahl ich aber nicht!!! Die Rechnung ist ja bezahlt!“

G: „Das hat auch niemand in Zweifel gezogen, aber leider etwas zu spät, sehr geehrter Herr Meier.“

Kd: „Ich zahl's aber trotzdem nicht!“

G: „Dann muss ich Sie leider darauf aufmerksam machen, dass das ganze dann früher oder später ans Inkassobüro geht.“

Kd: „Ich zahl's aber nicht, was sagen sie dazu, hä?!“

Was soll man nun sagen? Mir persönlich vollkommen hupe, meinetwegen kann er mit seinen Rechnungen machen was er will. Aber das darf man natürlich nicht so sagen. Den Göttern sei Dank wartete er meine Antwort nicht mehr ab, sondern legte auf. Problem wohl gelöst.




von Gangschlampe
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